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23.12.2017 / Thema / Seite 12

Es war doch Hitler

Das Münchner Institut für Zeitgeschichte wird nach dem Urteil seines Chefs seit Ende Oktober von einem gefährlichen Untier verfolgt

Otto Köhler

Ein formelles Urteil unseres Bundesverfassungsgerichtes ist es nicht, aber Udo Di Fabio, eines der leibhaftigen Mitglieder (1999–2011) dieses ultimativen Spruchkörpers, hatte es in seiner Amtszeit unmissverständlich protokolliert: »Hitler war kein Deutscher«. So steht es auf Seite 207 von Di Fabios Fibel »Die Kultur der Freiheit«, die 2003 im um unsere Vergangenheit hochverdienten Verlag C. H. Beck erschienen ist. Ja, »es war alles ein raffiniert inszeniertes Trugbild«, verkündete Udo Di Fabio, der, inzwischen im Ruhestand, ein juristischer Vorkämpfer gegen Deutschlands Umvolkung wurde: Er verfasste das »Migrationskrise«-Gutachten der bayerischen Staatsregierung gegen Angela Merkel, wird demnächst bei der Verleihung des berühmten »Freiheitspreises« an Christian Lindner dessen kundiger Laudator sein und kennt sich darum in solchen Fragen gut aus: Hitler war kein Deutscher, und das nicht etwa, weil er österreichischer Herkunft war. Sondern »weil er kein Jot...

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