23.12.2017 / Ausland / Seite 6

Gegen den Rechtstrend

Lateinamerika erlebt gegenwärtig eine politische Wende. Der Widerstand dagegen wird immer stärker

Volker Hermsdorf

Mit der Wahl des konservativen Unternehmers und Milliardärs Sebastián Piñera zum Präsidenten Chiles am 17. Dezember ist Lateinamerika zum Jahresende 2017 noch ein Stück weiter nach rechts gerückt. Am gleichen Tag erklärte das Oberste Wahlgericht (TSE) in Honduras den bisherigen Amtsinhaber Juan Orlando Hernández zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom 26. November. Die Behörde brauchte drei Wochen, um das Endergebnis zu verkünden. Die linke »Oppositionsallianz gegen die Diktatur« wirft dem von Hernández rechter Nationalpartei kontrollierten TSE Beihilfe zum Wahlbetrug vor. Ganz zu schweigen davon, dass er ein weiteres Mal zu Wahlen angetreten ist, obwohl die Verfassung ihm das eigentlich verbietet. Proteste, bei denen Hernández als »Diktator« bezeichnet wurde, ließ er von Polizei und Armee gewaltsam niederschlagen. Mehrere Oppositionelle wurden dabei getötet und zahlreiche verletzt.

Auch in anderen Ländern des Kontinents führte die neoliberale Gegenoffens...

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