18.12.2017 / Feuilleton / Seite 11

Flaute der Geschichte

Joseph Conrads Katastrophenahnung »Die Schattenlinie« ist in einer hervorragenden Neuübersetzung erschienen

Jakob Hayner

Werke der Weltliteratur in neuer Übersetzung vorzulegen, ist das Programm der Hanser-Klassiker-Reihe. Nach Tolstoi, Balzac, Flaubert, Stendhal, Cooper, Stevenson, Kipling und Dickens hat Daniel Göske nun Joseph Conrads »Die Schattenlinie« neu übertragen und herausgegeben. Der in Polen geborene Józef Korzeniowski, der später die britische Staatsbürgerschaft besaß und sich Joseph Conrad nannte, veröffentlichte diesen autobiographischen Seefahrerroman im Jahre 1916 und 1917 als Fortsetzungsgeschichte in verschiedenen Zeitschriften. Dadurch wurde der Textkorpus in Teilen so verändert, dass erst seit kurzem mit der historisch-kritischen Ausgabe in englischer Sprache eine Fassung vorliegt, die dem Autor gerecht wird und somit auch als Vorlage für die Neuübersetzung dienen konnte. Göske ist dabei außerordentlich sorgfältig vorgegangen, hat die Diktion Conrads in der Übertragung erhalten und etwas geschafft, was Walter Benjamin die Kunst der Übersetzung nannte: d...

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