Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
16.12.2017 / Inland / Seite 4

»Wir machen alles richtig«

Am Donnerstag sollte der Internetjournalist Ken Jebsen einen Medienpreis erhalten. Er nahm ihn nicht entgegen

Christiane Hoffmann

Der Hausherr hatte sich an diesem Abend keine Freunde gemacht. Denn er verriet, was er von dem Mann hält, den zu ehren am Donnerstag etwa 200 Menschen im städtisch finanzierten Kino Babylon in Berlin zusammengekommen waren. »Herr Jebsen, Sie haben fast alle Tabus zum Holocaust gebrochen!«, sagte der Babylon-Geschäftsführer Timothy Grossmann. Das Publikum protestierte lautstark.

Der Internetblog Neue Rheinische Zeitung (NRhZ) hatte entschieden, dem »alternativen Journalisten« Ken Jebsen einen Medienpreis für sein »aufklärerisches« Wirken zu verleihen. Doch der Preisträger erschien nicht. Das focht die Veranstalter und Laudatoren indes nicht an. Die Preisverleihung fand statt, und die Redner machten deutlich, welche Positionen in diesem Milieu vertreten werden, das Jebsen zu den seinen zählt.

Im Mittelpunkt der Ausführungen stand auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer und die Berichterstattung der Presse. Lederer hatte die Veranstaltung von NRhZ via ...

Artikel-Länge: 3555 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €