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15.12.2017 / Inland / Seite 5

Ignorierte Energiearmut

Auswertung: Knapp bemessene Hartz-IV-Sätze berücksichtigen weiterhin die realen Stromkosten nicht

Susan Bonath

Fast acht Millionen Menschen leben in Deutschland von Leistungen der Grundsicherung, wie Hartz IV oder Sozialhilfe. Ihnen stellen Energieversorger besonders häufig den Strom ab. Denn nach wie vor decken die Regelsätze die tatsächlichen Stromkosten häufig nicht, wie am Mittwoch das Vergleichsportal Check24.de mahnte. Das Problem der sogenannten Energiearmut ist lange bekannt, wird von der Bundesregierung aber ignoriert. So konstatieren die Autoren der Auswertung, Florian Stark und Daniel Friedheim, dass sich an der Situation »auch nach der Erhöhung der Bezüge im kommenden Jahr nichts ändern« werde.

Besonders oft sind demnach Singlehaushalte betroffen. Im Schnitt müssten diese 158 Euro mehr für Strom ausgeben, als sie vom Jobcenter oder Sozialamt dafür erhalten, so die Autoren. Ihre Tabelle offenbart: Die Diskrepanz zwischen fälligen Kosten und gewährten Mitteln ist im Osten Deutschlands am höchsten. In Mecklenburg-Vorpommern zahlt ein Alleinstehender laut ...

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