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15.12.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Wenn der Ozean sich erwärmt

Wissenschaftler dokumentieren beunruhigende Folgen des Klimawandels

Wolfgang Pomrehn

Als Maß für die globale Erwärmung wird für gewöhnlich die über den ganzen Planeten und jeweils ein Jahr gemittelte Temperatur der Luft in zwei Metern Höhe genommen. Allerdings wird der größte Teil der Energie, die durch die zusätzlichen Treibhausgase im Klimasystem zurückgehalten wird – zur Zeit über 90 Prozent –, in den Ozeanen abgespeichert. Dort führt sie zur Erwärmung des Wassers, was in mehrfacher Hinsicht ein Problem ist.

In den Tropen und Subtropen erhöht wärmeres Oberflächenwasser die Wahrscheinlichkeit, dass sich Wirbelstürme bilden. Außerdem gilt: Je höher die Oberflächentemperatur der Ozeane, desto mehr Wasser verdunstet und desto stärker sind die Niederschläge. Entsprechend ging ein Teil der verheerenden Regenfälle, die Hurrikan »Harvey« vom 26. bis zum 28. August dieses Jahres auf die Stadt Houston im US-Bundesstaat Texas ablud, auf das Konto des Klimawandels. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag dieser Woche auf der Jahrestagung der »Am...

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