13.12.2017 / Inland / Seite 4

Für Rechte von Frauen in Not

Mehr als 150.000 Unterschriften für Streichung des Verbots der »Werbung« für Schwangerschaftsabbrüche an Abgeordnete übergeben

Jana Frielinghaus

Eins stellte Kristina Hänel am Ende der Pressekonferenz am Dienstag in den Räumen des Vereins Change.org klar: Ihre öffentlichen Auftritte seien hiermit beendet. Sie werde ab sofort keine persönlichen Interviews mehr geben. Denn: »Ich muss zurück an meine Arbeit.« Hänel ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Frauenheilkunde im hessischen Gießen, und seit knapp einem Monat ist ihr Name in aller Munde. Denn am 24. November war die 61jährige vor dem Amtsgericht im hessischen Gießen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden – wegen nach Paragraph 219a strafbarer »Werbung« für Schwangerschaftsabbrüche (siehe jW vom 25.11. und 1.12.).

Schon vor Prozessbeginn hatte die Medizinerin via Change.org eine Petition an den Bundestag für eine ersatzlose Streichung der Strafrechtsvorschrift und für das Recht von Frauen auf Informationen über Schwangerschaftsabbrüche gestartet. Als Werbung könne nach dem Paragraphen jegliche sachliche Information einer Praxis ...

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