12.12.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Konzerne provozieren

Bei den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie stellen die Unternehmen Gegenforderungen. Gewerkschaft bereitet Warnstreiks vor

Daniel Behruzi

In der Tarifrunde für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie deutet sich eine Eskalation an. Zwar haben die Unternehmer in der vergangenen Woche bereits in der zweiten der regional geführten Verhandlungsrunden ein Angebot vorgelegt. Die überall gleichlautende Offerte beinhaltet Lohnerhöhungen von zwei Prozent in 15 Monaten sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro. Jedoch liegt das nicht nur weit unter der Gewerkschaftsforderung von sechs Prozent mehr Geld. Die Konzerne verknüpfen das Angebot auch mit dem Verlangen nach weitreichender Flexibilisierung und individueller Verlängerung der Arbeitszeiten.

»So kommen wir am Verhandlungstisch nicht weiter, die Arbeitgeber müssen kräftig nachlegen«, schimpfte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, nach der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag in Lübeck. Das Angebot des Unternehmerverbands sei »der Rede nicht wert«. In anderen Verhandlungsregionen hatten sich die Gewerkschaf...

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