11.12.2017 / Politisches Buch / Seite 15

Auf Halde produzieren

Klaus Müller erörtert das Auf und Ab des Kapitalismus. Den Kredit arbeitet er als Haupthebel der Überproduktion heraus

Simon Zeise

In seinem Einführungsband »Boom und Krise« vermittelt Klaus Müller spielend leicht einen Überblick über die Wirkweise der anarchischen Kräfte des Marktes. Er zitiert aus dem Manchester Guardian, in dem es am 1. September 1931 – auf dem Höhepunkt der (bislang) größten Weltwirtschaftskrise – hieß: »Wir wissen mehr über die Bewegungsgeschwindigkeit eines Elek­trons als über die Bewegungsgeschichte des Geldes. Wir wissen mehr über den Kreislauf der Erde um die Sonne und der Sonne um das Universum, als wir über die Industriezyklen wissen. Wir können die Bewegungen von unsichtbaren und unbegreiflich entfernten Himmelskörpern mit unvergleichlich größerer Genauigkeit voraussagen, als wir das Ende der Depression voraussagen können.«

Uns solchen Prognosen anzunähern, hilft die Lektüre von Müllers Buchs. Der Autor zeichnet die Entwicklung der großen Auf- und Abschwünge im Kapitalismus von 1825 bis zu jener Weltwirtschaftskrise nach, die uns seit 2007 begleitet. A...

Artikel-Länge: 4775 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe