11.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Mehr Handys als Leichen

Seine »Irischen Geschichten« waren Mick Fitzgeralds letzter Coup

André Dahlmeyer

Man muss dem innovativen Wiener Songdog-Verlag dankbar sein: Hat er doch nach »Session« (2010) mit »Der Hund, der zum Bankräuber wurde« einen weiteren Band mit Storys des irischen Multitalents Mick Fitzgerald publiziert, herausgegeben und kongenial übersetzt von Gabriele Haefs. Sein Verfasser hat das Buch nicht mehr in die Hände bekommen. Der Krebs war schneller.

Mick Fitzgeralds Mutter verdingte sich im irischen Rundfunk am Piano, der Vater an den Docks und beide Omas bearbeiteten die Konzertina, ein Opa steppte. Er war dagegen Zeit seines Lebens um sprachlichen Ausdruck bemüht. In den 70ern studierte er Sprachgestaltung und Schauspiel, als Journalist interviewte er Johnny Cash und Chuck Berry. Als Mitglied der legendären Tipsy Sailor und ab 1983 als Sänger, Gitarrist und Bodhránspieler der Wild Geese war er mitverantwortlich für den folgenden Celtic-Music-Boom in den 80ern. Von dem profitierten –wie von allem, was aufwühlend, neu und gut ist – freilich ...

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