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11.12.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Jubel nur unter Politikern

Handelsabkommen zwischen der EU und Japan ausverhandelt. Kritiker bemängeln unter anderem fehlenden Verbraucherschutz

Gerrit Hoekman

Die EU hat die Verhandlungen mit Japan über ein Handelsabkommen (JEFTA) abgeschlossen. Das teilte die Europäische Kommission am Freitag in einer Presseerklärung mit. Das Abkommen sei das größte, das die EU jemals ausgehandelt habe, und eröffne für beide Seiten riesige Möglichkeiten am Markt. »Und es enthält zum ersten Mal ein besonderes Bekenntnis zum Pariser Klimaabkommen«, heißt es in der Erklärung. Im Moment exportiere die EU Güter im Wert von 58 Milliarden Euro pro Jahr nach Japan.

Dem neuesten Handelsabkommen gingen Gespräche in Brüssel im vergangenen März und am Rande des G7-Gipfels in Taormina auf Sizilien im Mai voraus. Es soll nächstes Jahr unterzeichnet werden und Anfang 2019 in Kraft treten. »Die EU und Japan senden eine mächtige Botschaft in Sachen Verteidigung eines offenen, fairen und auf Regeln basierenden Handels«, jubelte der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, am Ende der vier Jahre dauernden Verhandlungen.

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