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09.12.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Piñera wäre ein Rückschritt«

Gespräch mit Daniel Andrade. Über die politische Situation in Chile, die Präsidentschaftswahl am kommenden Wochenende und die Zukunft der Linken

Johannes Wilm

Für viele Europäer erschien Chile im Jahr 2011 quasi wieder auf der politischen Landkarte – mit den großen Studierendendemonstrationen. Welche Rolle spielen Hochschüler in Chile? Warum sind sie eine Kraft in diesem Land?

In Chile haben Studierende seit 1900 zu verschiedenen Zeitpunkten eine wichtige, kontrollierende Rolle gegenüber der Politik gehabt. Die Studierendenvereinigung der Universität von Chile in Santiago (Fech), die ich heute anführe, wurde 1907 gegründet. Drängendste Frage war für uns immer die soziale. Chile war zu dem Zeitpunkt von Ungleichheiten und einer sehr elitären Oligarchie geprägt. Die Fech ist immer dann relevant gewesen, wenn es ihr gelungen ist, Wünsche und Forderungen der ärmeren Klassen zu bündeln. Das geschah zu verschiedenen Zeiten in der Geschichte des Landes.

Und was ist da in den letzten Jahren passiert?

Die jüngsten Beispiele dafür sind 1970, als Salvador Allende mit der »Unidad Popular« die Macht ergriff, dann der Widers...

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