Gegründet 1947 Mittwoch, 2. Dezember 2020, Nr. 282
Die junge Welt wird von 2453 GenossInnen herausgegeben
09.12.2017 / Ausland / Seite 2

»Viele versuchen, ihre Herkunft zu verschleiern«

Ukrainische Roma werden von Behörden und Medien diskriminiert – als Folge schotten sich Gemeinschaften immer stärker ab. Gespräch mit Tetjana Logwinjuk

Frank Brendle

Auch in der Ukraine gibt es eine Schulpflicht, die analog zum deutschen System, für alle gilt. Trotzdem gibt es unter Roma in dem Land etliche Analphabeten. Wie kann es dazu kommen?

Als die Ukraine unabhängig wurde, stieg der Anteil der Analphabeten rapide. Bei den 30jährigen Roma liegt er bei rund 60 Prozent. Die Kinder gehen zur Schule, sitzen aber auf den hintersten Bänken und lernen kaum etwas. Die Lehrer machen meistens die Eltern dafür verantwortlich. Aber wie sollen die ihren Kindern helfen, die Schule zu bewältigen, wenn sie selbst nicht lesen und schreiben können?

Als meine Tochter eingeschult werden sollte, wollte keine Lehrerin sie in der Klasse haben, bis meine ukrainischen Bekannten dafür bürgten, dass man dieses Kind nehmen könne. Aber was soll einer machen, der keine solchen Bekannten hat? Und wenn ein Kind aus ärmlichen Verhältnissen stammt und nicht so sauber ist wie andere, dann heißt es häufig, es soll lieber zu Hause bleiben.

Wie steue...

Artikel-Länge: 4175 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

20,60 Euro/Monat Soli: 27,60 €, ermäßigt: 13,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

43,60 Euro/Monat Soli: 55,60 €, ermäßigt: 30,60 €