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08.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

»Hoihoo, wir fahren zur Hölle!«

Viel mehr als Parteilyrik: Die Werke der proletarischen Literaturbewegung Japans erzählen eine universelle Geschichte

Michael Streitberg

»Wie die Hitze beim Rösten die Bohnen von der Pfanne treibt, so hatte die Heimat sie von sich gestoßen«: Die auf dem schrottreifen Dampfer Hakkomaru versammelten Arbeiter in Takiji Koba­yashis Kurzroman »Das Fabrikschiff« haben sich aus allen Teilen des Landes aufgemacht, um der Armut in ihren Städten und Dörfern zu entfliehen. Sie heuern auf dem Schiff eines Fischereiunternehmens an, um sich beim Krabbenfang vor der Küste Kamtschatkas an der Grenze zu Russland ein wenig Geld zu verdienen. Die erfahreneren unter ihnen ahnen bereits, was sie auf See erwartet: »Hoihoo, wir fahren zur Hölle!«, rufen zwei Krabbenfischer, die an der Reling stehen und auf eine triste Szenerie in der Hafenbucht blicken.

Das Werk, das kurz nach seiner Veröffentlichung verboten wurde, erschien bereits 1929. Takiji Kobayashi wurde daraufhin mehrere Monate ins Gefängnis geworfen. Er wurde nach seiner Entlassung Mitglied der illegalen Kommunistischen Partei. Am 20. Februar 1933 wurde...

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