08.12.2017 / Inland / Seite 8

»Ständig ist scheinheilig von Integration die Rede«

Flüchtlingshelfer fühlen sich oft von der Politik alleine gelassen. Oft müssen sie sich mit Behörden herumschlagen. Gespräch mit Elif Beiner

Gitta Düperthal

Der Münchner Flüchtlingsrat hat in dieser Woche betont: Zwar setzen freiwillige Helferinnen und Helfer durch ihre Arbeit Zeichen gegen Rassismus und für eine offene Gesellschaft, werden aber durch ständigen Kampf mit Behörden und der Ohnmacht gegenüber politischen Entscheidungen frustriert. Können Sie dafür ein Beispiel nennen?

Wir hatten das Projekt einer Sprachpartnerschaft. Ziel ist, dass Flüchtlinge, die einen Deutschkurs besuchen, sich – unterstützt von einem ehrenamtlichen Helfer – in der Sprache üben können. So ist es gedacht: Der Helfer und der Geflüchtete gehen etwa zusammen durch die Stadt spazieren oder setzen sich in ein Café und unterhalten sich. Sie könnten sich ein spezielles Thema suchen, etwa aus dem medizinischen Bereich.

Nun gab es folgenden Fall: Ein Unterstützer und ein afrikanischer Flüchtling trafen sich zum ersten Mal, da hielt letzterer gerade seinen negativen Bescheid vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Hand, dass ...

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