Gegründet 1947 Montag, 21. Oktober 2019, Nr. 244
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
08.12.2017 / Ausland / Seite 2

»Korrupte Eliten bedrohen den Frieden«

»Paradise Papers« offenbaren den Einfluss transnationaler Konzerne auf die Länder des Südens. Gespräch mit Pedro Páez

Simon Zeise

In den sogenannten Paradise Papers wurden Investoren genannt, die ihr Geld an nationalen Steuerbehörden vorbei im Ausland anlegen. Inwieweit sind südamerikanische Staaten betroffen und was können die Regierungen dagegen tun?

Ich denke, es ist ein ernstes Problem in allen Ländern des Südens, denn ihnen werden durch die Steuerhinterziehung die Ressourcen zur Entwicklung entzogen. Es ist aber auch ein institutionelles Problem; eine permanente Bedrohung der Souveränität der Länder. In dieser Hinsicht offenbaren die jüngsten Veröffentlichungen die Bedeutung der Politik und Macht des Nordens. Es geht um den systematischen Rückbau des Staates, der durch die Transnationalisierung der Monopole und der Finanzmärkte bedroht wird.

Können einzelne Staaten wie Ecuador überhaupt etwas gegen diese Art der Steuerhinterziehung unternehmen?

Ja und nein. Natürlich leben wir in einer globalisierten Welt, in der die transnationalen Konzerne die größte Macht besitzen und nicht ...

Artikel-Länge: 4504 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €