08.12.2017 / Ausland / Seite 2

»Korrupte Eliten bedrohen den Frieden«

»Paradise Papers« offenbaren den Einfluss transnationaler Konzerne auf die Länder des Südens. Gespräch mit Pedro Páez

Simon Zeise

In den sogenannten Paradise Papers wurden Investoren genannt, die ihr Geld an nationalen Steuerbehörden vorbei im Ausland anlegen. Inwieweit sind südamerikanische Staaten betroffen und was können die Regierungen dagegen tun?

Ich denke, es ist ein ernstes Problem in allen Ländern des Südens, denn ihnen werden durch die Steuerhinterziehung die Ressourcen zur Entwicklung entzogen. Es ist aber auch ein institutionelles Problem; eine permanente Bedrohung der Souveränität der Länder. In dieser Hinsicht offenbaren die jüngsten Veröffentlichungen die Bedeutung der Politik und Macht des Nordens. Es geht um den systematischen Rückbau des Staates, der durch die Transnationalisierung der Monopole und der Finanzmärkte bedroht wird.

Können einzelne Staaten wie Ecuador überhaupt etwas gegen diese Art der Steuerhinterziehung unternehmen?

Ja und nein. Natürlich leben wir in einer globalisierten Welt, in der die transnationalen Konzerne die größte Macht besitzen und nicht ...

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