07.12.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gefallener Tycoon

Indiens Bierbaron und Airline-Pleitier Vijay Mallya in England vor Gericht. Neu-Delhi will seine Auslieferung durchsetzen

Thomas Berger

In London hat zu Wochenbeginn der Prozess gegen den indischen Multimillionär Vijay Mallya begonnen. Das Amtsgericht von Westminster muss entscheiden, ob der seit anderthalb Jahren im selbstgewählten britischen Exil lebende Geschäftsmann an sein Heimatland ausgeliefert wird. Mallya, dort als Bierbaron bekannt, will sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren.

Er und seine Verteidiger haben wiederholt ihre Sicht bekräftigt, dass die Anklage gegen ihn politisch motiviert sei. In Indien erwarte den gefallenen Tycoon kein faires Verfahren, wird behauptet. Am Montag hatte zunächst ein Feueralarm für eine Verzögerung des Prozessbeginns gesorgt. Danach war es am Anwalt der indischen Seite, als erster sein Eröffnungsplädoyer vorzutragen. Die Anhörungen unter anderem von diversen geladenen Experten sollen nach derzeitigem Zeitplan bis 14. Dezember dauern, mit einem Urteil ist demnach erst Anfang des neuen Jahres zu rechnen. Bevor Mallya am Mon...

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