07.12.2017 / Ausland / Seite 6

Flüchtlingshilfe als Verbrechen

Die Aktivistin Helena Maleno Garzón rettete Hunderte Menschenleben. Jetzt droht ihr dafür Haft

Carmela Negrete

Ist es ein Verbrechen, Menschenleben zu retten? Ein marokkanisches Gericht scheint das so zu sehen. Helena Maleno Garzón ruft von Marokko aus regelmäßig die spanischen Seenotrettungsdienste an, wenn ein Schiff mit Flüchtlingen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, in Schwierigkeiten gerät. Letzte Woche Mittwoch erhielt die spanische Aktivistin von der marokkanischen Polizei eine Gerichtsvorladung. Laut dem Nachrichtenportal eldiario.es wird sie beschuldigt, Menschenhändlern dabei geholfen zu haben, »den Zugang auf spanisches Territorium zu ermöglichen«.

Einfach ist die Arbeit von Helena Maleno nie gewesen. In der Vergangenheit bekam sie Morddrohungen und wurde von tatsächlichen Menschenhändlern unter Druck gesetzt. Die Polizei vermutet, dass die Aktivistin mit der Mafia zusammengearbeitet hat. Dabei war ihr Telefonanschluss der schon 2015 im Rahmen von Ermittlungen abgehört worden, ohne dass der Verdacht sich erhärtet hätte.

Die Ni...

Artikel-Länge: 3417 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe