07.12.2017 / Inland / Seite 5

Bosse bestrafen!

DIW-Studie: Unternehmer verwehren einem Zehntel der Beschäftigten den Mindestlohn. Mehr Kontrollen und höhere Sanktionen gefordert

Simon Zeise

Immer noch werden Millionen Menschen um den ihnen zustehenden Mindestlohn geprellt. Zu diesem Schluss kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Weil die Unternehmer sich mit Händen und Füßen wehren, Arbeitszeiten zu erfassen, fallen viele Anspruchsberechtigte aus dem Raster. Laut DIW erhielten 2016 1,8 Millionen Menschen nicht die vorgeschriebenen 8,50 Euro brutto pro Stunde. Berücksichtige man die tatsächlich geleistete Stundenzahl, seien sogar 2,6 Millionen betroffen. Die Angaben basieren auf dem »Sozioökonomischen Panel«, einer repräsentativen jährlichen Wiederholungserhebung, bei derzeit 15.000 Haushalten und 30.000 Befragten. Die Mindestlohnkommission, die auch die Höhe der Lohnuntergrenze festlegt, hat sich hingegen auf Angaben des Statistischen Bundesamtes berufen, wonach 2016 1,1 Millionen Beschäftigten der Mindestlohn zugestanden hätte. Bemerkenswert sei, »dass die hoh...

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