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06.12.2017 / Inland / Seite 8

»Ich will mich nicht mitschuldig machen«

Aktivistin wurde immer wieder rechtswidrig in Gewahrsam genommen und erstreitet Schmerzensgeld. Gespräch mit Cécile Lecomte

Gitta Düperthal

Weil Sie sich in Buchholz in der Nordheide von einer Brücke abseilten und ein Transparent entrollten, um gegen Atommülltransport zu demonstrieren, wurden Sie im April 2016 festgenommen. Das Oberlandesgericht Celle hat mit Beschluss vom 16. November entschieden: Der Gewahrsam war rechtswidrig. Sie wollen Schmerzensgeld einklagen. Was wurde Ihnen angetan?

Ich habe die Polizei schon damals darauf hingewiesen, dass der Freiheitsentzug wegen dieses Uranzugstopps rechtswidrig ist. Der Zug war unterwegs vom Hamburger Hafen in die südfranzösische AREVA-Atomfabrik in Narbonne-Malvési. Sie haben mich aber trotzdem in Buchholz festgenommen – und gesagt, ich könne ja später dagegen klagen. Sie haben zudem, ebenso rechtswidrig, eine Ersatzbestrafung vorgenommen: Ich leide an arthritischen Schmerzen, trage deshalb Handgelenk- und Knieschoner; die haben sie mir abgenommen. Damit könne ich mich angeblich verletzen, behaupteten sie. Ich hatte ein ärztliches Attest dabei, ...

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