06.12.2017 / Inland / Seite 5

BMW bremst Behörden aus

Deutsche Umwelthilfe wirft Autobauer vor, Abgasreinigung manipuliert zu haben. TÜV beklagt, Konzern behindere Prüfungen

Bernd Müller

Der Dieselskandal weitet sich womöglich aus. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft nun auch BMW vor, die Software manipuliert und illegale Abschalteinrichtungen in die Abgasreinigung seiner Fahrzeuge eingebaut zu haben. Anhaltspunkte dafür habe der Test von Autos der Marke im Straßenbetrieb ergeben. Dabei seien deutlich höhere Abgaswerte festgestellt worden als im Labortest, teilte die DUH am Montag abend mit.

Der Tagesspiegel berichtete am Dienstag, die DUH habe in diesem Jahr insgesamt fünf BMW-Fahrzeuge untersucht, vier davon mit dem gleichen Motor. Alle zeigten demnach auffällige Werte bei den Stickoxiden (NOx). Beim jetzt veröffentlichten Fall geht es um einen BMW 320d nach Euro-6-Norm. Erstmals wurde dieser im September 2016 als Neuwagen zugelassen.

Die DUH hat in ihrem Emissions-Kontroll-Institut (EKI) die Abgaswerte des Fahrzeugs im realen Betrieb gemessen. Auffällig sei dabei gewesen, heißt es in einer Erklärung vom Dienstag, dass die gemessenen W...

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