04.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Tod im Stoppelfeld

Wen kümmert schon ein ermordeter Indigener? Marcie Rendons Krimi »Am Roten Fluss« ist hochpolitisch

Gerd Bedszent

Man schreibt das Jahr 1970: Der titelgebende Rote Fluss trennt die Bundesstaaten Norddakota und Minnesota, gelegen inmitten des Weizengürtels des US-amerikanischen Mittelwestens. Der Präsident heißt Richard Nixon, und jede Nachrichtensendung bringt die neueste Zahl der in Indochina gefallenen Wehrpflichtigen – die toten vietnamesischen Zivilisten zählt niemand. An den Schulen und Universitäten formiert sich antimilitaristischer Widerstand.

Wen schert in dieser Zeit die Leiche eines ausgeraubten namenlosen Landarbeiters, die auf einem Feld aufgefunden wird? Den Sheriff der Nachbargemeinde schon. Da der Mord nicht in seine Zuständigkeit fällt und er den angeekelt zwischen Strohballen und Kuhmist herumstapfenden Beamten der Bundespolizei nicht über den Weg traut, bittet er seine indigene Bekannte Cash, in der nahegelegenen Stammesreservation Erkundigungen e...

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