04.12.2017 / Feuilleton / Seite 10

Im Kreisverkehr

Eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg untersucht das Kulturphänomen des Loops

Matthias Reichelt

Willkommen zurück: Kaum ein Phänomen in Kunst und Kultur ist so alt wie das der endlosen Wiederkehr. Die Ausstellung »Never Ending Stories. Der Loop in Kunst, Film, Architektur, Musik, Literatur und Kulturgeschichte« im Kunstmuseum Wolfsburg dekliniert es anhand des »Loop«-Begriffes durch. In ihrem Zentrum steht Gregor Schneiders 500 Quadratmeter einnehmende Installation »Bad« von 2014, die, passend zum Thema, modifiziert und als Kreislauf angeordnet wurde. Die Besucher betreten ein steril weißes Badezimmer und gelangen durch eine Tür in einen dunklen Raum, von dem aus sich eine weitere Tür zu einem weiteren steril weißen Bad öffnet usw. Dieser Reigen wiederholt sich theoretisch unbegrenzt, solange die Besucher nicht eine der Notausgangstüren wählen, um der Enge zu entfliehen. Zu den eindrucksvollsten kulturhistorischen Exponaten zählen mittelalterliche Ouroboros-Darstellungen einer ihren Schwanz verschlingende Schlange (griechisch »Oura« heißt »Schwanz«,...

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