04.12.2017 / Ausland / Seite 8

»Es geht uns nicht um Postmarxismus«

Auch in Brasilien widmen sich Menschen in Studienkreisen den Ideen und Werken von Marx und Lenin. Gespräch mit Osmar Martins de Souza

Matthias István Köhler

Sie organisieren Studienkreise, mit denen Sie die Arbeiten von Karl Marx studieren. Sein Werk wird in den Landesteilen sehr verschieden rezipiert. Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Süden und Norden Brasiliens?

Unsere Gruppe heißt »Espaco Marx«. Bei der Lektüre von Marxens Arbeiten geht es uns vor allem um den revolutionären Charakter dieser Werke, der unserer Meinung nach hier in Brasilien bei anderen Gruppen verloren gegangen ist. Die Gruppe ist für Studierende konzipiert, aber auch allgemein für jeden offen.

Meiner Meinung nach sind die Forschungsgruppen im Nordosten des Landes schon sehr viel fortgeschrittener, als diejenigen, die wir im Süden finden. Das Studium von Marx beispielsweise steckt im Süden noch in den Kinderschuhen. Lukács ist ihnen zum Beispiel gänzlich unbekannt. Wir haben sehr viel gelernt bei den Gruppen hier im Norden.

Wenn Sie sagen, sie wollen zurück zu den Wurzeln und die revolutionäre Perspektive wiederfinden. In welcher Tr...

Artikel-Länge: 4126 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe