Der Schwarze Kanal
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04.12.2017 / Inland / Seite 5

Realität hinter den Zahlen

Am Essen sparen, auf Internet verzichten, die Wohnung bleibt kalt: Armut in Deutschland hat verheerende Auswirkungen

Jana Werner

Seit Jahren belegen immer neue Zahlen, dass Armutsrisiken ansteigen. So hat auch das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) Deutschland jüngsten Auswertungen zufolge eine Armutsgefährdungsquote von 16,5 Prozent für das Jahr 2015 bescheinigt. Rund 13,4 Millionen Menschen sind demnach von Einkommensarmut betroffen, das heißt, sie müssen mit weniger als 60 Prozent des mittleren, bedarfsgewichteten Einkommens haushalten. Im Jahr 2015 entsprach das einem monatlichen Nettoeinkommen von 1.064 Euro für einen Alleinstehenden. Besonders stark betroffen sind den Daten zufolge 70 Prozent der Arbeitslosen sowie fast jede dritte Alleinerziehende (32,5 Prozent). Doch was heißt es eigentlich, arm zu sein in einem reichen Land?

Die Forscher Eric Seils und Jutta Höhne vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung haben die amtliche Statistik im Hinblick auf diese Frage ausgewertet: Welche Lebensrealität verbirgt sich hin...

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