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04.12.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kiezspaziergänge und »Sportgruppen«

Christiane Hoffmann

Berlin-Alt-Treptow, ein Donnerstag abend, eine Nachbarschaft versammelt sich. Beim abendlichen Kiezspaziergang erläutert Birgit V., warum sie mit den rund 120 Nachbarn solidarisch ist, die hier zusammen laufen: In ihrem Mietshaus versuchten vier wechselnde Eigentümer in den letzten 27 Jahren die Mieten zu erhöhen, Leute aus ihren Wohnungen rauszukriegen und das Objekt so schnell wie möglich wieder abzuschreiben. »Ich fühle mit jedem, der das jetzt durchmacht«, sagt sie jW. Es sei jetzt »noch viel schlimmer« geworden. Derzeit lebe sie ohne warmes Wasser. Der neueste Eigentümer drohe mit Modernisierungsmaßnahmen, »ein anderes Wort für Renditemaximierung«, sagt sie. Sie will ihre alte Gasanlage behalten, doch die sei nun teilweise nicht mehr intakt. Weil sie sich dem Mietennepp verweigert, wolle sie »keine schlafenden Hunde wecken«. Sie fürchtet das nächste »unschlagbare Angebot« – und lebt lieber ohne Heißwasser.

Auch Mareike Unterburger nimmt lieber Män...

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