02.12.2017 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Zweierlei Untergangsfachleute

Arnold Schölzel

Einigen in den höheren deutschen Etagen dämmert, wie explosiv die internationale Lage ist. Unter dem Titel »Eine andere Ostpolitik« schreibt z. B. der Historiker, frühere außenpolitische Berater von Helmut Kohl und Chefkorrespondent der Welt und der Welt am Sonntag, Michael Stürmer, am 28. November in der Welt: »Heute kann man, wenn die Mikrofone abgeschaltet sind, erfahrene amerikanische und russische Diplomaten mit der Ansicht hören, die Welt sei seit der Doppelkrise um Berlin und Kuba – 1958 bis 1962 – dem Krieg und der Katastrophe nicht mehr so nahe gekommen wie in unseren Tagen.« Die Konfrontation von USA und UdSSR habe damals ihren ersten Höhepunkt erreicht, »nukleare Proliferation in alle Richtungen und in allen Größenordnungen« gedroht. US-Präsident John F. Kennedy habe deswegen »die schmerzhafte Überprüfung aller scheinbar unverrückbaren strategischen Glaubenswahrheiten« verlangt. Das sei Vorarbeit für die Ost-West-Abkommen zur Rüstungskontrolle ...

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