02.12.2017 / Ausland / Seite 8

»Regierung beginnt, die Fakten anzuerkennen«

In Indien regt sich Widerstand gegen die Luftverschmutzung. Unklar, ob geplante Kohlekraftwerke ans Netz gehen. Gespräch mit Soumya Dutta

Wolfgang Pomrehn

Indien wird oft als der kommende große Verursacher der Klima verändernden Treibhausgase angesehen, nicht zuletzt wegen der vielen Kohlekraftwerke, die geplant sind. Zuletzt hat Ihre Regierung auf der UN-Klimakonferenz im November in Bonn mal wieder mit Vehemenz auf Indiens Recht zum Bau neuer Kraftwerke bestanden. Was macht Sie dennoch optimistisch?

Tatsächlich geht die offizielle Energiepolitik Indiens, wie sie erst kürzlich formuliert wurde, von einem sehr hohen Kohlebedarf sowohl für die Stromerzeugung als auch für die Eisen- und Stahlproduktion aus. Dabei wurde aber nicht berücksichtigt, dass wir bereits einen erheblichen Überschuss haben. Nach Angaben des Energieministeriums in Delhi verfügt Indien über Erzeugungskapazitäten von 333 Gigawatt, GW.

Grob gerechnet das Doppelte der deutschen Kraftwerksleistung.

Aber im Sommer, wenn der Bedarf am größten ist, brauchen wir nur 175 GW. Für die nächsten Jahre können wir also vollkommen auf neue Kraftwerke ve...

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