02.12.2017 / Ausland / Seite 7

Staat gegen Arbeiter

Südkorea: U-Bahn-Beschäftigte streiken. Präsident des Gewerkschaftsdachverbands KCTU noch immer im Gefängnis

Michael Streitberg

Mit dem Zug in die Hölle: Was wie der Titel eines billigen Horrorfilms klingt, ist für die Beschäftigten im Nahverkehr in Südkoreas Hauptstadt Seoul bittere Realität. Miserable Arbeitsbedingungen sowie permanente Überlastung in den Zügen und an den Bahnsteigen der Linie 9 bringen Bahnarbeiter und Passagiere in Gefahr. Die Gewerkschaft KPTU, Teil des Koreanischen Verbands der Gewerkschaften (KCTU), ist daher am Donnerstag in den Streik getreten.

Die »Höllenstrecke« müsse in eine »sichere Strecke« verwandelt werden, forderten die Gewerkschafter, die einen langen Demonstrationszug durch die Innenstadt von Seoul bildeten, in einer Erklärung. Bereits am 27. November hatten Bahnfahrer mit koordiniertem »sicherem Fahren« (einem Arbeitsrhythmus, der das gewissenhafte Betreiben der Anlagen zulässt) für Zugverspätungen gesorgt.

Die Betreibergesellschaft RATP Dev Transdev, Joint Venture eines öffentlichen und eines privaten Verkehrsunternehmens aus Frankreich, wollt...

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