02.12.2017 / Inland / Seite 5

Billiger als Zeitarbeiter

In Cottbus bestreikt Verdi die Altenheime von Pro Seniore. Konzern erwirtschaftet Gewinn, Beschäftigte bekommen Niedriglöhne

Bernd Müller

In Cottbus haben am Freitag rund 100 Beschäftigte von zwei Pro-Seniore-Altenheimen die Arbeit für mehrere Stunden niedergelegt. Zu dem mehrstündigen Warnstreik hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufgerufen. Sie strebt einen Tarifvertrag und deutliche Lohnsteigerungen an.

Der Konflikt zwischen Beschäftigten und Unternehmensleitung zieht sich nunmehr drei Jahre hin. Erstmalig hatte Verdi die Cottbuser Pro-Seniore-Unternehmen zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Der überwiegende Teil der Beschäftigten hatte seit 2006 keine Lohnerhöhungen erhalten, obwohl Heimbewohner und Kostenträger jährlich mehr für Pflege- und Betreuung zahlen müssen.

Den ersten Erfolg gab es im vergangenen Jahr nach einem Warnstreik. Pro Seniore stimmte einem »Vorschalt-Tarifvertrag« zu, nach dem die Löhne um 3,5 bis fünf Prozent erhöht wurden. Im Herbst wurden die Verhandlungen mit dem Ziel fortgesetzt, zum 1. Januar 2017 einen neuen Tarifvertrag mit entsprechender Lohnerhöhung ...

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