01.12.2017 / Feuilleton / Seite 11

War da nicht noch was?

Die große Buntheit der Markenwerbung vor faschistischem Hintergrund: Eine Berliner Ausstellung zum UFA-Jubiläum

F.-B. Habel

Der dritte Ausstellungsraum bietet einen Blick in die Zukunft des Kinos. Dafür muss man allerdings unförmige Brillen aufsetzen. Man kann sich damit an einem 20er-Jahre-Filmset in Florida umschauen, 360 Grad, Herbert Knaup spielt in dem volumetrischen Dreiminüter einen Regisseur alten Stils. Die Universum-Film AG (UFA) ist in den hundert Jahren seit ihrer Gründung Ende 1917 jung geblieben, will die Schau zum Jubiläum in Berlin einem mitgeben.

Als die UFA zu ihrem 75. mit einer großen Ausstellung im Berliner Zeughaus gefeiert wurde, kamen Stars früherer Jahrzehnte, Dolly Haas aus den USA, in die sie in den 30ern emigriert war, und ich erinnere mich an die ungleichen Schwestern Camilla und Steffie Spira. Zum 100. ist alles eine Nummer kleiner, von der Ausstellungsfläche im Museum für Film und Fernsehen bis zur Zahl der Promis bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag. Nicht einmal als heutige UFA-Stars in der Ausstellung herausgehobene Schauspieler wie ...

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