01.12.2017 / Ausland / Seite 6

Polizeiaktion in Libyen

Macron will Einsatz von Streitkräften aus Frankreich, Deutschland und afrikanischen Staaten

Hansgeorg Hermann, Paris

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will im Rahmen einer internationalen Armee- und Polizeiaktion in Libyen »aufräumen«. »Weil das, was dort passiert, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist«, stellte er am Mittwoch abend auf dem Fernsehkanal France 24 fest. Er erwähnte unterdessen nicht, dass NATO-Streitkräfte und französisches Militär unter dem Befehl eines seiner Vorgänger, Nicolas Sarkozy, 2011 für die völlige Destabilisierung des Landes und die Ermordung des Staatschefs Muammar Al-Ghaddafi gesorgt hatten. Sein Plan wird offenbar auch von den Regierungen Deutschlands, Nigers, Tschads und Marokkos gutgeheißen.

»Wir werden an Ort und Stelle eine konkrete Polizei- und Militäraktion einleiten«, kündigte der Franzose an, »darüber hinaus brauchen wir Sanktionen.« Macron machte indessen keine konkreten Angaben, wer in dem von Bürgerkrieg heimgesuchten Land genau an dieser »Polizeiaktion« gegen Menschen- und Drogenhändler beteiligt sein könnte. Er sagte...

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