01.12.2017 / Inland / Seite 2

»Richter ließ rechte Claqueure gewähren«

Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck wurde am Mittwoch zu 14 Monaten Haft verurteilt. Ein Gespräch mit Manfred Hilbrink-Späth

Anselm Lenz

Sie haben alle Prozesse gegen Ursula Haverbeck mitverfolgt. Nun könnte man sagen, sie ist einfach eine alte Faschistin, und man sollte keine Märtyrer schaffen. Warum steht sie trotzdem vor Gericht?

Das hat sich in diesem Prozess selbst gezeigt. Frau Haverbeck hat bereits eine große Anhängerschar und ist in dieser Szene zu einer Art Ikone geworden. Und deswegen ist es so wichtig, dass man die Öffentlichkeit darauf aufmerksam macht, was da passiert in dieser Szene – und klarmacht, dass es nicht geduldet wird.

Einige Ultrarechte scheinen die Gerichtsverhandlungen zu genießen.

Ja, sie genießen es, und auch Frau Haverbeck genießt es. Sie nutzt die Gerichtsverhandlungen als Bühne. Was jetzt an dem Prozess in Detmold so schlimm war, ist, dass der Richter diese rechten Claqueure einfach gewähren ließ.

Wie haben die sich geäußert?

Es waren etwa 70 vollbesetzte Sitzplätze im Gerichtssaal für das Publikum. Darunter waren nur etwa zehn Personen wahrscheinlich nicht d...

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