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30.11.2017 / Medien / Seite 15

Der Presseselektor

Neue Abteilung soll über Akkreditierungen von Journalisten entscheiden. In »engstem Kontakt« mit BKA, LKA und Geheimdiensten

Anselm Lenz

Das Bundespresseamt unter der Leitung des früheren ZDF-Moderators Steffen Seibert führt einen Akkreditierungsbeauftragten ein. Die Stelle wird mit einem Beamten des gehobenen Dienstes besetzt. Der Schritt gilt als Reaktion auf den Widerruf erteilter Akkreditierungen von Journalisten beim G-20-Gipfel im Sommer in Hamburg. Dabei waren 32 angemeldete und zugelassene Berichterstatter kurzfristig auf schwarze Listen gesetzt worden. Dubiose Hinweise von Geheimdiensten und Regierungsvertretern sollen dafür ausschlaggebend gewesen sein. Betroffen waren u. a. Journalisten des Weserkuriers und der jungen Welt.

Im deutschen Journalismus ist es derzeit üblich, dass sich Journalisten für sensible oder halböffentliche Termine bei den entsprechenden Veranstaltern »akkreditieren«, also anmelden. In der Regel läuft dieser formale Akt problemlos ab. Der Veranstalter weiß so, wer kommt, und kann sich entsprechend auf die Berichterstattung, mögliche Interviewwünsche usw. ein...

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