28.11.2017 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Debatte ohne Konsequenzen

DGB-Frauenfachtagung macht deutlich: Über Lohnunterschiede und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird viel geredet. Doch fast nichts tut sich

Johannes Supe

In der linken Hand hält der Mann sein Tablet, in der rechten ein junges Kind, und in seinem makellosen Gesicht strahlt ein Lächeln. Mit dem Bild wirbt Daimler Benz bei seinen Beschäftigten für ein betriebsinternes Programm, mit dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesteigert werden soll. Immerhin, meint Anke Hassel, werde da nicht eine Frau dargestellt, sondern gezeigt, dass auch Männer sich um die Kinder kümmern können. Und trotzdem klingt Hassels Botschaft an diesem Tag nicht optimistisch. Darüber, wie in Familien Haushalts- und Sorgearbeit sowie Berufstätigkeit miteinander verbunden werden könnten, werde viel geredet. Das Thema sei »auf der Tagesordnung angekommen«, so die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Doch Änderungen gebe es deswegen nicht. Noch immer verdienten Frauen weniger als Männer, weiterhin müssten sie die Mehrheit der unbezahlten Arbeit...

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