28.11.2017 / Inland / Seite 8

»Aktivisten bauen ständig weitere Plattformen«

Rodungen im Hambacher Forst unter Polizeischutz begonnen. Menschen versuchen noch Wald zu retten. Gespräch mit Todde Kemmerich

Gitta Düperthal

Rodungssaison im Hambacher Forst. Seit Montag morgen wird der Wald abgeholzt, einer der letzten großen Mischwälder Mitteleuropas mit einem Ökosystem, in dem unter anderem geschützte Fledermausarten und die vom Aussterben bedrohte Haselmaus leben. Dagegen formiert sich Widerstand. Was ist bei Ihnen im Wald los?

Die Lage im Wald ist unübersichtlich, etwa 400 Umweltschützer sind an diesem Morgen hier. Im Westen des Forsts wollte der Energiekonzern RWE schon am Sonnabend Wege anlegen, um ein Eindringen mit großen Maschinen zu ermöglichen, die den Wald plattmachen. Gruppen von 20 bis 30 Leuten haben es mit Sitzblockaden immer wieder geschafft, dies zu verhindern. Andere haben derweil neue Plattformen auf Bäumen gebaut. Am Sonnabend demons­trierten Braunkohlegegner in Konstanz und in Essen vorm Hauptgebäude von RWE. Am Montag morgen hat sich zwischen sieben Uhr und halb acht ein Polizeihubschrauber Überblick verschafft. Rund um den Wald herum machen Polizisten ...

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