28.11.2017 / Inland / Seite 4

Frei nach vier Monaten Haft

Hamburg: G-20-Gegner Fabio V. konnte Gericht nach Prozesstermin verlassen. Er muss 10.000 Euro Kaution hinterlegen und weitere Auflagen erfüllen

Kristian Stemmler

Fabio V. ist frei. Nach gut viereinhalb Monaten in Untersuchungshaft ist der italienische G-20-Gegner noch während der Verhandlung vor dem Amtsgericht Altona am Montag auf freien Fuß gesetzt worden. Im Gerichtssaal brandete Jubel auf, als die Richterin kurz nach Verhandlungsbeginn verkündete: »Sie müssen heute nicht mehr in U-Haft.« Die drei Justizvollzugsbeamten, die den 18jährigen am Morgen noch in Handschellen aus dem Jugendgefängnis Hahnöfersand abgeholt und vorgeführt hatten, verabschiedeten sich kurz von ihm und verließen den Saal.

Nach Ende des Prozesstermins öffneten sich am Mittag die Türen für den Italiener. Im Gerichtsflur umarmte er seine Mutter Jamila B., wurde vor dem Gebäude von Unterstützern mit Beifall und Sekt begrüßt. Fabio V. war bei dem umstrittenen Polizeieinsatz im Industriegebiet Rondenbarg am 7. Juli, dem ersten Tag des Treffens der Vertreter der 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer plus EU, festgenommen worden. Er wurde ...

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