28.11.2017 / Titel / Seite 1

Knast statt Schlossallee

Schlecker-Erben müssen ins Gefängnis. Bewährungsstrafe für Firmenpatriarchen

Christina Müller

Anton Schlecker kam glimpflich davon. Knapp sechs Jahre nach der Pleite der Drogeriekette Schlecker und knapp neun Monate nach Prozessbeginn verurteilte das Landgericht Stuttgart den 73jährigen Unternehmensgründer am Montag zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 54.000 Euro. Seine Kinder Meike und Lars Schlecker gehen nicht mehr über Los. Sie müssen für 32 beziehungsweise 33 Monate ins Gefängnis – unter anderem wegen Untreue, Insolvenzverschleppung und Beihilfe zum Bankrott.

Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die Familie ihrem Konzern noch kurz vor dessen Ende hohe Summen im zweistelligen Millionenbereich entzogen hat. Etwa zwei Drittel davon habe der Firmenpatriarch Anton Schlecker der Logistik- und Dienstleistungsgesellschaft (LDG) zugeschoben. Die LDG gehört Lars und Meike. Der schwerste Vorwurf: Unmittelbar vor der Pleite transferierten Schleckers Erben sich selbst jeweils dreieinhalb Millionen Euro per Blitzüberweisung auf...

Artikel-Länge: 3436 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe