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27.11.2017 / Inland / Seite 2

»Mitbestimmung der Gewerkschaft ist nicht gewollt«

Einsatz für Tarifvertrag: Initiativen unterstützen Verdi-Streiks bei Amazon durch Blockade von Verteilzentrum. Ein Gespräch mit Mechthild Middeke

Gitta Düperthal

Die Gewerkschaft Verdi hat vergangene Woche bundesweit zu Streiks bei Amazon aufgerufen. Worum geht es?

An den Arbeitsniederlegungen am »Black Friday« beteiligten sich Beschäftigte der sechs Amazon-Standorte, Leipzig in Sachsen, Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen, Graben in Bayern, Koblenz in Rheinland-Pfalz und in Bad Hersfeld in Hessen. Es gab koordinierte Streiktage, lokale Streikleitungen haben jeweils zusätzliche beschlossen. Beim größten Amazon-Standort in der Republik mit zwei Warenlagern in Bad Hersfeld haben wir am Montag begonnen, Mittwoch weitergemacht, Freitag und Samstag nachgelegt. Täglich waren etwa 500 Leute im Ausstand – nicht immer dieselben, wir hatten verschiedene Schichten aufgerufen. Beschäftigt sind hier durchschnittlich 3.500 bis 3.700 Mitarbeiter über das Jahr, im Weihnachtsgeschäft etwa 4.000. Der Konzern versucht nun über Rabatt-Tage schon im November Umsätze anzukurbeln, wie in den USA.

Über die schlechten Arbeitsbedigu...

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