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25.11.2017 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Politischer Einfluss wird genutzt, um Profite zu sichern«

Gespräch mit Stephanie Blankenburg. Über den Medici-Teufelskreis, die Monopolisierung der Weltwirtschaft und die Wiedergeburt des Rentiers

Simon Zeise

Der britische Ökonom John Maynard Keynes ging 1936 davon aus, dass Rentiers – also Spekulanten, die Profite aus dem Besitz von Eigentumstiteln erzielen – an Bedeutung verlieren werden. In dem von Ihnen mitverfassten »Trade and Development Report 2017« der Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD) gehen Sie davon aus, die Rentiers seien quicklebendig. Inwiefern haben diese eine Renaissance erlebt?

Keynes Ausspruch von der »Euthanasie des Rentiers« und seine Vorstellung, wie diese durch Wirtschaftspolitik zu erreichen sei, ist berühmt. Er schätzte ein, dass durch staatliche Regulierung produktive Investitionen unterstützt werden können und dadurch die Daseinsgrundlage von Finanzrentiers untergraben werden würde. Seiner Ansicht nach würde so viel Kapital geschaffen werden, dass man keine Rente mehr darauf erzielen werde. Es gab ja auch eine Periode nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Anfang der 70er Jahre, in der das einigermaßen zu funktionieren schien...

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