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25.11.2017 / Thema / Seite 12

Abschied von der Landstraße

»Für die Verdammten und für das Salz der Erde«: Hannes Wader auf seiner letzten Tournee. Seine Lieder werden die Zeiten überdauern

Gerd Schumann

Noch einmal zurück an der B 5. Die Landstraße zwischen polnischer und dänischer Grenze führt direkt an Theodor Storms »Grauer Stadt am Meer« vorbei und durchschneidet – ein Dutzend Kilometer weiter nördlich – den Ort Struckum. Dort verbrachte Hannes Wader in der 1806 errichteten Windmühle »Fortuna« von 1973 an ein Vierteljahrhundert seines Lebens. »Die längste Periode an einem Platz überhaupt« sei das gewesen, erzählt er nun und begrüßt das Publikum in der seit Monaten ausverkauften Husumer Kongresshalle mit einigen Sätzen auf Plattdeutsch.

Abschied vom Tourleben, das – zumindest in Nordfriesland – zwei Stunden später mit einer herrlich anrührenden Version des melancholischen »Min Jehann« von Klaus Groth ­(1819–1899) enden wird. Eines von 21 Liedern dieses denkwürdigen Abends nahe der Nordsee. Die Standing ovations auch nach der vierten Zugabe zeigen, was Wader denen bedeutet, die ihn an diesem Abend nicht von der Bühne lassen wollen.

Dylan und Degen...

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