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24.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Westen deckt Kiews Pleite

Käufer händeringend gesucht? Russland will Streit um ausstehende Ukraine-Anleihe »marktgerecht« beenden und die Forderungen verkaufen

Reinhard Lauterbach

Russland ist bereit, seine Ansprüche aus einem 2016 fällig gewordenen Darlehen an die Ukraine auf dem Kapitalmarkt zu verkaufen. Dies verlautete vor einigen Tagen aus dem Finanzministerium. Die Nachricht wurde auf dem Kapitalmarkt als »Friedensangebot« Moskaus gegenüber Kiew gewertet. Ebensogut könnte man aber auch von einer in Moskau gewachsenen Einsicht in die Parteilichkeit internationaler Finanzorganisationen sprechen.

Die ukrainische Anleihe, einen mit fünf Prozent verzinsten Eurobond in Höhe von drei Milliarden US-Dollar (2,54 Milliarden Euro), hatte Russland im Dezember 2013 im Rahmen eines Rettungspakets für den damals noch amtierenden, aber schon mit den organisierten Protesten (»Euromaidan«) konfrontierten, Präsidenten Wiktor Janukowitsch gezeichnet. Dieses Geld sollte dem Land erlauben, bis zu den damals für 2015 geplanten Präsidentschaftswahlen akute Zahlungsbilanzschwierigkeiten zu vermeiden.

Womit man in Russland 2013 zweifellos nicht rechne...

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