24.11.2017 / Ausland / Seite 6

Linke hoffen auf Sieg

Erste Runde der Parlaments- und Provinzwahlen in Nepal. Liberale warnen vor »roter Gefahr« und »kommunistischer Diktatur«

Thomas Berger

Mina Dhakal ist verärgert. »Wir feiern uns, dass wir eine Frau als Präsidentin haben, aber Männer sind noch immer die eigentlichen Regenten«, sagte die Aktivistin der KP Nepals – Vereinigte Marxisten-Leninisten (UML) der Wochenzeitung Nepali Times. Ihre Kritik richtet sich auch an die eigenen Genossen, denn auch sie hatte vor den am Sonntag in Nepal anstehenden Parlaments- und Provinzwahlen den Platz für einen männlichen Kollegen freimachen müssen, der nun auf dem Stimmzettel steht. Die neue Linksallianz, die vor rund zwei Monaten aus den UML und der KP Nepals – Maoistisches Zentrum (­CPN-MC) gebildet wurde, unterscheidet sich in diesem Punkt kaum von ihrem wichtigsten Gegner, dem liberalen Nepali Congress (NC), und den anderen Parteien. Lediglich um die siebeneinhalb Prozent aller Bewerber sind weiblich – 146 der 1.945 Kandidaten für das nationale Parlament, 240 unter jenen 3.239 Aspiranten, die auf einen der Sitze in den Regionalversammlungen der nach d...

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