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24.11.2017 / Inland / Seite 4

»Selten Grenzen gesetzt«

NSU-Prozess: »Akzeptierende Jugendarbeit« und V-Leute als Radikalisierer: Nebenklageanwalt beschreibt Nährboden des Terrors

Claudia Wangerin, München

Die Vor- und Frühgeschichte des NSU und nicht genutzte Gelegenheiten, die terroristische Vereinigung zu stoppen, waren am Donnerstag Thema weiterer Plädoyers im Prozess gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, André Eminger, Holger Gerlach und Carsten S. Nebenklageanwalt Peer Stolle beschrieb vor dem Oberlandesgericht München zunächst den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem sich die Angeklagten in den 1990er Jahren in der rechten Szene Thüringens radikalisiert hatten, und stellte fest, »dass ihnen selten Grenzen gesetzt wurden«. Nach dem Wegfall der Autoritäten und gesellschaftlichen Massenorganisationen der DDR habe die gesamtdeutsche Bundesregierung aus Union und FDP durch »akzeptierende Jugendarbeit« gewaltbereiten Neonazis Räume zur Verfügung gestellt. Die damalige Bundesjugendministerin sei die heutige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewesen, hob Stolle hervor. Die Jenaer Sektion des »Thüringer Heimatschutzes«, aus der der NSU hervorgegangen sei, habe ...

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