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23.11.2017 / Medien / Seite 15

Eine Art Entwicklungshilfe

US-Regierung kritisiert Situation der Medien in Ungarn. Ein Fonds soll unabhängige Publikationen stärken

Matthias István Köhler

Das US-Außenministerium will in Ungarn »unabhängige Berichterstattung« fördern. Das gab die auch State Department genannte Behörde Anfang des Monats auf ihrer Webseite bekannt. Mit einer Ausschreibung über 700.000 US-Dollar (595.000 Euro) sollen in dem EU-Mitgliedsland Projekte unterstützt werden, »die den Zugang der Bürger zu objektiven Informationen über inländische und globale Angelegenheiten« verbessern. Ziel sei, vor allem auch Medien außerhalb der Hauptstadt zu unterstützen. Eine Art Entwicklungshilfe?

Die ungarische Regierung reagierte zunächst überrascht. »Wir prüfen noch Absicht und Ziel (der Ausschreibung, jW), vorläufig wollen wir nicht kommentieren«, hieß es vom Außenministerium auf Anfrage des Nachrichtenportals 444.hu.

Am 14. November, also eine Woche nach Veröffentlichung, wurde der Geschäftsträger a. i. des US-Botschafters in Budapest, David Kostelancik, vom ungarischen Außenministerium einbestellt, wie der ungarische Sender RTL Klub beric...

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