23.11.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Kein Vergessen!

Ein Fanal: Vor 25 Jahren verübten zwei Neonazis in Mölln Brandanschläge. Drei Menschen wurden getötet, neun verletzt

Markus Bernhardt

Offener Rassismus prägte Anfang der 1990er Jahre die BRD. Neofaschistischen Kadern und Parteien wie »Die Republikaner« gelang es zunehmend, Anhänger zu rekrutieren. Sogenannte Leitmedien wie etwa der Spiegel boten die Begleitmusik zu rechter Hetze. Eine Serie von Brandanschlägen und Angriffen auf Migranten, Minderheiten und politische Linke in verschiedenen Städten waren die Folge. Beim Anschlag von Mölln, der am heutigen Donnerstag genau 25 Jahre zurückliegt, kamen erstmals nach dem Ende der DDR wieder Menschen durch neonazistische Gewalt ums Leben. In der Nacht vom 22. auf den 23. November griffen zwei Neonazis zwei Wohnhäuser in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt mit Brandsätzen an. Die zehnjährige Yeliz Arslan, die 14jährige Ayse Yilmaz und die 51 Jahre alte Bahide Arslan kamen bei dem Feuer ums Leben. Neun weitere Bewohner wurden teils schwer verletzt.

»Neofaschistische Anschläge wie in Mölln und Solingen sowie die Pogrome von Hoyerswerda und Ro...

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