23.11.2017 / Inland / Seite 2

»Hauptgrund ist die radikale Kostendrückerei«

Die Region Hannover verzeichnet Überschüsse und spart Kliniken auf Kosten der Patienten und Beschäftigten kaputt. Gespräch mit Michael Fleischmann

Andreas Schuchardt

Sie beklagen seit langem eine Krankenhauskrise im Ballungsraum Hannover. Wie äußert sich diese konkret?

Durch drastische Rationalisierungsmaßnahmen, die zu Verschlechterungen bei der Patientenversorgung führen. So wurde mit dem Segen der Regionspolitiker im dicht besiedelten hannoverschen Umland die Klinik in Springe weitgehend geschlossen. Dort gibt es nur noch eine Notfallversorgung. Alle übrigen Patienten werden ins weit entfernte Gehrden verwiesen. Die Mehrheit in der Regionsversammlung beschloss außerdem, die Geburtsklinik im hannoverschen Nordstadtkrankenhaus dichtzumachen – trotz steigender Entbindungszahlen. Die stark frequentierte Notaufnahme der Unfallchirurgie im Nordstadtkrankenhaus wurde zeitweilig wegen akuten Personalmangels geschlossen. Patienten berichten von einer regelrechten Abschottungs- und Abweisungspolitik in diversen Notaufnahmen.

Was liegt dem zugrunde?

Hintergrund ist vor allem der Abbau von 800 Stellen im kommunalen Klinikum Re...

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