21.11.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

Am Rande des Krieges

Im Libanon leben 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. Die Zedernrepublik hofft auf ein Ende des Bürgerkrieges

Karin Leukefeld

Als der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri Anfang November überraschend seinen Rücktritt erklärte, herrschte in europäischen Hauptstädten Aufregung. In Brüssel, Paris und Berlin sorgte man sich um die Sicherung eigener Interessen im Zedernstaat. Seit im benachbarten Syrien Krieg herrscht, haben die meisten europäischen Staaten ihre Botschaften in Damaskus geschlossen und alle Einrichtungen aus Syrien in den Libanon verlegt. Auch von hier aus wurde – im Bündnis mit den unter US-französischer Federführung gegründeten »Freunden Syriens« – die politische und bewaffnete Opposition in Syrien unterstützt. Über Häfen entlang der nordlibanesischen Mittelmeerküste wurden illegale Waffenlieferungen aus Libyen und aus der Türkei angelandet und durch das Land nach Syrien geschmuggelt.

Im April 2012 etwa stoppten die libanesische Marine und Sicherheitskräfte unweit des Hafens von Tripoli das Frachtschiff »Lutfallah II«. Es war beladen mit Waffen für die syrisch...

Artikel-Länge: 6287 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe