18.11.2017 / Ausland / Seite 8

»Landreform und Sozialismus gehen Hand in Hand«

Langer Kampf: Brasiliens Bewegung der Landlosen setzt sich für Neuaufteilung des Bodens ein. Ein Gespräch mit Maria Alcione Manthay

Matthias István Köhler

Seit Jahrzehnten setzt sich die brasilianische Bewegung der Landlosen, MST, für eine radikale Landreform ein. Welche Kämpfe führt die Organisation derzeit?

Zwischen dem 16. und 20. Oktober haben wir zu Protesten in ganz Brasilien aufgerufen, um den Abbruch der Modifizierung der Agrargesetzgebung zu verhindern. Denn er würde dazu führen, dass die sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft weiterhin bestehen bleiben. Zudem wären viele sozialen Verbesserungen gefährdet. Würde hingegen die gegenwärtige Rechtslage beibehalten, dann könnten viele Familie nicht annähernd vernünftig leben. Wir kämpfen nicht alleine dagegen. Am 10. November waren wir beteiligt an den landesweiten Demonstrationen der Bewegung »Frente Brasil Popular«. Die Auseinandersetzung umfasst die gesamte Gesellschaft, und wir arbeiten mit den Arbeitern in den urbanen Räumen zusammen. Natürlich mobilisieren wir auch weiterhin gegen den Putsch Michel Temers gegen die vorige Staats...

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