18.11.2017 / Ausland / Seite 7

Chile droht Rechtsruck

Am Sonntag könnte Sebastián Piñera wieder zum Präsidenten gewählt werden

Sophia Boddenberg

Wenn die Chilenen am Sonntag einen neuen Präsidenten wählen, droht sich die Geschichte zu wiederholen. Angesichts eines dramatischen Popularitätsverlustes der Präsidentin Michelle Bachelet (Sozialistische Partei) und einer gespaltenen Linken scheint alles auf einen Triumph des Milliardärs Sebastián Piñera hinauszulaufen – ausgerechnet jenes Expräsidenten, der vor Bachelets Amtsübernahme von der Studentenbewegung aus dem Amt gefegt wurde.

Die Hoffnungen waren groß, als Bachelet 2014 zum zweiten Mal das höchste Staatsamt eroberte. Sie versprach weitreichende Veränderungen und setzte viele davon auch durch, so etwa eine Steuer- und Arbeitsmarktreform, die die Position der Gewerkschaften stärken sollte. Sie gründete ein Ministerium für Frauen und Geschlechtergleichheit, setzte die eingetragene Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare durch und lockerte das äußerst restriktive Abtreibungsrecht. Außerdem schaffte sie das noch aus Zeiten der Pinochet-Diktat...

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